nach einem krümeligen frühstück in unserem neuen auto ging es auf direktem weg zum hoover damm (nur durch dieses rund 50 km entfernte bauprojekt, für das man tausende von arbeitern benötigte, wurde aus der 1905 gegründeten, kleinen wüstensiedlung die heutige spielermetropole las vegas) den sich nevada und arizona teilen-darum auch uhrenumstellung mitten auf dem betonriesen. im anschluß fuhren wir eineige hundert meilen auf endlos langen straßen richtung grand canyon south rhim. mehr zufällig und weil wir just in diesem moment hunger verspürten bogen wir vom highway auf die route 66 ab und erreichten am späten nachmittag den verschneiten grand canyon national park. natürlich wunderten wir uns bereits auf der hinfahrt über schnee in arizona und nun standen wir vor einer aufgeregten park rangerin, die uns dazu bewegen wollte, so schnell und so weit wie möglich in den süden zurück zu fahren. darum war kompakt-staunen angesagt, als wir ein paar fotostopps am grand canyon machten. nach einer halben stunde fing es wieder an zu schneien, wurde dunkel und wir düsten ab. nur fuhren wir immer mehr in den schneesturm hinein und suchten uns im dunklen ein motel in williams als es überhaupt nicht mehr weiter ging. mit der vagen vermutung einzuschneien schliefen wir in unserem heiß-kalten zimmer (klima an-erstickungsgefahr/klima aus-erfrierungsgefahr) nur wenig entspannt. um so größer die überraschung am nächsten morgen: strahlend blauer himmel und geräumte straßen, darum ging es noch einmal ca. hundert km zurück und diesmal konnten wir den grand canyon von vorn bis hinten richtig genießen. durch sonnenschein entstanden fantastische licht- und schattenspiele an den roten felsen. wir wanderten durch den glitzernden, knirschenden, frischen schnee entlang der schlucht und nachdem wir alle möglichen eindrücke aufgesogen hatten, fuhren wir total beeindruckt in richtung sedona. unterwegs zerlegte ein weißkopf-seeadler am straßenrand seine beute und nun wurde auch diese unendliche weite auf grund der excellenten sicht deutlich.